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Tschechische Literatur

Kateřina Tučková

tschechische schriftstellerin Kateřina Tučková

Kateřina Tučková ist eine 1980 in Brünn geborene tschechische Schriftstellerin. Sie studierte Kunstgeschichte, Literatur- und Sprachwissenschaft. Die Autorin gewann unter anderem den Josef-Škvorecký-Preis sowie den Preis Český Bestseller.

Gerta. Das deutsche Mädchen

Das Mädchen Gerta wächst in der zweisprachigen Familie Schnirch im mährischen Brünn auf. Die Mutter ist Tschechin, der Vater ist Deutscher und wie der Bruder ein Anhänger Hitlers. Mit der Errichtung des deutschen Protektorats 1938 zerfällt die Familie wie die Gesellschaft in einen tschechischen und einen deutschen Teil. Die Mutter stirbt und Gerta wird vom eigenen Vater schwanger. Wie tausende Deutsche wird die junge Frau nach dem Krieg zum Staatsfeind erklärt, ausgebürgert, und in der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1945 im sogenannten „Brünner Todesmarsch“ vertrieben. Gerta und ihre Tochter überleben mit anderen deutschen Frauen bei der Zwangsarbeit auf dem Land. Jahre später kehren sie in die fremde Heimatstadt zurück und leben, als Deutsche stigmatisiert, am Rande der kommunistischen Gesellschaft in der Tschechoslowakei.

In einem atemberaubenden Roman erzählt Tučková das Schicksal dieser Frauen und spricht schmerzhafte Fragen von Schuld, Rache und Vergebung zwischen Tschechen und Deutschen an.

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Vyhnání Gerty Schnirch

Noc z 30. na 31. 5. 1945. Gerta Schnirch, matka několikaměsíční dcerky, je jen s osobními věcmi „odsunuta“ společně s ostatními brněnskými Němci směrem na Vídeň. Vyčerpávající pochod skončí v Pohořelicích, kde mnoho vyhnanců podlehne epidemii tyfu a úplavice. Gerta a některé další německé ženy se zachrání při nucených pracích na jižní Moravě, kde setrvají i po ukončení transportů. Po znovuzískání československého občanství se Gerta vrací do Brna, v němž prožívá další bouřlivé události druhé poloviny dvacátého století.

Kromě bolestných otázek viny, odplaty a odpuštění mezi Čechy a Němci, jež tento neobyčejně plastický a působivý román klade, se stáváme svědky netradičního vztahu matky a dcery, který je deformován nejen omezeným prostředím, v němž se jako české Němky vystrnaděné na okraj společnosti směly pohybovat, ale také vzájemným nepochopením dvou generací, obtížnou komunikací a nemožností zprostředkovat osobní zkušenost.

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Das Vermächtnis der Göttinnen

Verstreut in den Weißen Karpaten liegen einzelne Hütten, weit entfernt von allem. Es ist die Heimat der weisen Frauen, die ihr Wissen seit Generationen weiterreichen. Sie gelten als Göttinnen mit magischen Heilkräften und der Fähigkeit, die Zukunft vorherzusehen. Warum nur haben sie ihre eigene nicht gesehen?

Als Jugendliche muss Dora, die letzte der Göttinnen, miterleben, wie ihre Tante Surmena in die psychiatrische Klinik eingewiesen wird, und sie kehrt dem archaischen Leben den Rücken, verschreibt sich Fortschritt und Wissenschaft. Erst viel später, als die Archive der Staatssicherheit geöffnet werden, begreift sie, dass Surmena, wie auch die anderen Göttinnen, als regimefeindlich verfolgt worden war. Fassungslos deckt Dora bis dahin unbekannte Schicksale ihrer Familie auf. Eine Spur führt gar zu der von Himmler angelegten Hexenkartothek. Haben die Göttinnen etwa mit den Deutschen kollaboriert?

Ein mitreißender Roman über Macht, Korruption und Verrat in totalitären Regimen, über Rationalität und Magie.

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Žítkovské bohyně

Román autorky Vyhnání Gerty Schnirch, Kateřiny Tučkové. Fascinující příběh o ženské duši, magii a zasuté části naší historie.

Vysoko v kopcích Bílých Karpat žily odedávna ženy obdařené výjimečnými schopnostmi. Uměly léčit a pomáhat s kdejakým trápením, uměly poradit v nesnázích a také prý viděly do budoucnosti. Říkalo se jim bohyně a své umění si předávaly z generace na generaci. Dora Idesová patří k posledním z rodu žítkovských bohyní. Jejich umění se však nenaučila, vystudovala etnografii a rozhodla se napsat o nich rozsáhlou vědeckou studii. Na konci devadesátých let objeví v pardubickém archivu ministerstva vnitra operativní svazek StB vedený na vnitřního nepřítele ― její tetu, bohyni Surmenu. Dora rozplétá osudy žítkovských žen a s překvapením zjišťuje, že ačkoli se sama bohyní nestala, je i ona nedílnou součástí tajemné tradice …

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Milan Kundera

Milan Kundera ist ein tschechisch-französischer Schriftsteller. Er ist in der Tschechoslowakei geboren. Seit 1975 lebt er in Frankreich. 2015 erschien sein vorläufig letzter Roman Das Fest der Bedeutungslosigkeit.

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins - auf Tschechisch Nesnesitelná lehkost bytí - ist der bekannteste Roman von Milan Kundera.

Ein erfolgreicher Arzt und Frauenheld trifft ein unbedarftes Mädchen aus der Provinz – so begegnen sich Tomáš und Teresa 1968 in Prag. Er lebt seine amourösen Abenteuer aus, sie sucht bei ihm die eine große Liebe und reagiert verletzt und eifersüchtig. Dennoch werden sie ein Paar. Doch mit dem Ende des Prager Frühlings verändert sich ihr Leben dramatisch …

Der Roman "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" wurde 1988 mit Daniel Day-Lewis und Juliette Binoche in den Hauptrollen verfilmt.

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Nesnesitelná lehkost bytí

Poprvé vyšel román Nesnesitelná lehkost bytí ve francouzském překladu v roce 1984 v Paříži u Gallimarda, česky teprve dvakrát ve vydáních Sixty-Eight Publishers v Torontu v roce 1985 a 1988 a pak v Brně v roce 2006.

Hlavním tématem knihy je hledání smyslu života, který ústření postava nalezne v lásce.

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Michal Viewegh: Die Mafia in Prag

Michal Viewegh ist der meistgelesene tschechische Schriftsteller. Der 1962 in Prag geborene Schriftsteller studierte Pädagogik und Tschechisch an der Karls-Universität Prag. Nach seinem Studium arbeitete er bis 1993 als Lehrer. Seit 1995 ist Viewegh freier Schriftsteller. Zahlreiche Romane von Michal Viewegh wurden verfilmt.

In seinem Roman Die Mafia in Prag hat Michal Viewegh die Niederungen der Politik in Tschechien genau recherchiert und zu einem Krimi verdichtet. Dass ähnliche Korruptionsaffären die tschechische Regierung tatsächlich zu Fall bringen würden, konnte er nicht ahnen, als der Roman entstand.

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Pavel Kohout: Die lange Welle hinterm Kiel

Pavel Kohout ist ein tschechisch-österreichischer Schriftsteller. Der 1928 in Prag geborene Schriftsteller engagierte sich im Prager Frühling und unterschrieb die Charta 77, was zu seiner Ausbürgerung aus der damaligen Tschechoslowakei führte. Seit 1980 ist Pavel Kohout österreichischer Staatsbürger.

In seinem Roman Die lange Welle hinterm Kiel behandelt er als Kenner beider Sichtweisen das umstrittene Thema der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei. Das Buch wurde mit Christiane Hörbiger, Mario Adorf und Veronika Ferres in den Hauptrollen verfilmt.

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Tereza Boučková: Das Jahr des Hahns

Mit dem Titel spielt Tereza Boučková auf autobiographische Elemente ihres Romans an:

Ihr Vater ist Pavel Kohout – Kohout ist das tschechische Wort für Hahn. Aber auch auf die chinesische Astrologie, die zwölf Tierkreiszeichen kennt.

Die Erzählerin wurde im Jahr des Hahns geboren, das jetzt wiederkehrt, und die Astrologie verheißt ihr die Überwindung aller Schwierigkeiten. Aber das Gegenteil ist der Fall: Probleme stürzen aus allen Richtungen auf sie ein, die Familie zerfällt, Schaffenskrisen und auch die Midlife-Crisis bleiben ihr nicht erspart. Ihr persönliches Jahr des Hahns zeichnet sich durch absolute Aussichtslosigkeit aus, der am Ende nur mit befreiendem Mut beizukommen ist.

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Bohumil Hrabal: Ich habe den englischen König bedient

Der große tschechische Schriftsteller Bohumil Hrabal führte jene burleske Literatur fort, die den braven Soldaten Schwejk hervorbrachte. Dieser Roman hat seit dem ersten Erscheinen Hunderttausende Leser gefunden.

Die so komische wie melancholische Geschichte von Dítě, dem kleinen Mann, der sich in kriegsbegeisterten Zeiten einzig nach Frieden und Wohlstand sehnt, gilt als Hrabals schönstes und wichtigstes Buch.

Der Roman Ich habe den englischen König bedient (Obsluhoval jsem anglického krále) wurde von Oscar-Preisträger Jiří Menzel mit Julia Jentsch verfilmt.

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Bohumil Hrabal verfilmt

Der tschechische Regisseur Jiří Menzel hat mehrere Werke von Bohumil Hrabal verfilmt. Für die Verfilmung der Novelle "Ostře sledované vlaky" (Scharf beobachtete Züge) erhielt er 1967 den Oscar als Bester Fremdsprachiger Film. Der Film ist unter dem Titel "Liebe nach Fahrplan" bekannt.

Die bekanntesten Hrabel-Verfilmungen von Jiří Menzel:

» Ich habe den englischen König bedient - Obsluhoval jsem anglického krále
» Liebe nach Fahrplan - Ostře sledované vlaky (Scharf beobachtete Züge)
» Lerchen am Faden - Skřivánci na niti
» Die Schur - Postřižiny (Kurzgeschnitten)
» Das Wildschwein ist los - Slavnosti sněženek (Schneeglöckchenfeste)





Romane von Bohumil Hrabal

Bohumil Hrabal wurde am 28. März 1914 im tschechischen Brünn (Brno) geboren und starb am 3. Februar 1997 in Prag. 1935 begann Hrabal sein Jurastudium in Prag. Nebenbei besuchte er Vorlesungen über Literatur, Kunst und Philosophie und schrieb seine ersten Gedichte. 1939 musste er sein Studium unterbrechen, da die deutsche Besatzungsmacht die tschechischen Hochschulen schließen ließ. Von 1941 bis 1945 arbeitete er für die staatliche Eisenbahn. 1946 promovierte er zum Dr. jur. Von 1947 bis 1949 war er Handelsreisender. In dieser Zeit bereitete er seinen ersten Gedichtband Verlorenes Gäßchen vor. Bis 1958 arbeitete Hrabal in einem Stahlwerk in Kladno und in einer Altpapierpackerei in Prag. 1956 heiratete er Eliška Plevová. 1963 erschien seine erste Erzählung Perlchen auf dem Grund erscheint; rasch folgten von 1964-68 Die Bafler, Tanzstunden für Erwachsene und Fortgeschrittene, Inserat. verkaufe Haus, in dem ich nicht mehr wohnen will, Moritaten und Legenden und andere Texte, die zum Teil auch verfilmt wurden. Bis 1975 wurde ein Publikationsverbot verhängt. Eine Auswahl seiner Texte konnte jedoch im Ausland, darunter in der DDR und in der Bundesrepublik erscheinen. Von 1982 bis 1985 entstand die autobiographische Trilogie Hochzeiten im Haus. 1987 starb seine Ehefrau. Noch vor der politischen Wende erschien 1988 der autobiographische Mädchenroman in Canada in einem Exilverlag.

Der Suhrkamp-Verlag hat alle Romane von Bohumil Hrabal in deutscher Übersetzung in einem Band herausgegeben. Das Buch enthält folgende Romane:

» Ich habe den englischen König bedient
» Tanzstunden für Erwachsene und Fortgeschrittene
» Verkaufe Haus, in dem ich nicht mehr wohnen will
» Allzu laute Einsamkeit

sowie die Trilogien

» Das Städtchen am Wasser und
» Hochzeiten im Hause

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Josef Škvorecký: Feiglinge

Der Roman ”Feiglinge” (Originaltitel: Zbabělci) gehört zu den bekanntesten Werken des tschechischen Schriftstellers Josef Škvorecký.

Mai 1945. Das "Protektorat Böhmen und Mähren" ist Vergangenheit, und im Städtchen Kostelec kann wieder Ruhe einkehren. Bevor es aber soweit ist, muß noch ziemlich viel erledigt werden.

Josef Škvorecký ist nicht nur als Autor bekannt, sondern auch als Herausgeber der tschechischen Exil-Literatur. Er gründete mit seiner Frau Zdena Salivarová 1971 in Toronto den Verlag Sixty-Eight Publishers.

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Věra Nosková: Wir nehmen es, wie´s kommt

Der Roman ”Wir nehmen es, wie´s kommt” (Originaltitel: Bereme, co je) der zeitgenössischen tschechischen Autorin Věra Nosková ist in deutscher Übersetzung erschienen.

Pavla, die Heldin des Generationsromanes wurde nach dem zweiten Weltkrieg geboren. Ihre Grosseltern, Arbeiter einer Ziegelbrennerei im Wiener Vorort, haben den Aufruf des Präsidenten Beneš an die auswärtigen Tschechen angenommen, und sind in ihre ursprüngliche Heimat zurückgekehrt.

Der Roman “Wir nehmen es, wie´s kommt” wurde für den Literaturpreis ”Magnesia Litera” nominiert. Seine Handlung wird von der Selbstironie und vom Humor gewürzt.

Die Fortsetzungen sind der zweite Teil Obsazeno (Besetzt) und der dritte Teil Víme svý (Die Weismacher).

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Jaroslav Rudiš: Nationalstraße

Vandam war einer von denen, die es losgetreten haben am 17. November 1989, als unten in der Prager Altstadt auf der Nationalstraße die samtene Revolution ins Rollen kam, die einige Wochen später das kommunistische Regime hinwegfegte.

Damals war Vandam ein junger Polizist, ein Vorstadt-Held oben in der Plattenbausiedlung des neuen Prag.

Fünfundzwanzig Jahre später wohnt Vandam immer noch in der Plattenbausiedlung seiner Kindheit. Längst ist er kein Held mehr, sondern ein Verlierer: Wegen Gewaltexzessen aus dem Polizeidienst entfernt, prügelt er sich als einsamer Schläger durch Tage und Nächte.

Gekonnt schlüpft Jaroslav Rudiš in diesem brillanten Monolog in den Kopf und den Körper eines Schlägers. Rudiš Buch gleicht einem Schlag in die Magengrube – und basiert auf einer realen Figur.

Der Roman "Nationalstraße" des zeitgenössischen tschechischen Schriftstellers Jaroslav Rudiš wurde aus dem Tschechischen von Eva Profousová übersetzt.

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Tschechische Literatur 1945–2000 von Jiří Holý

Das Handbuch "Tschechische Literatur 1945–2000" von Jiří Holý wurde von Hanna Vintr und Gertraude Zand aus dem Tschechischen ins Deutsche übersetzt.

Darstellungen der tschechischen Gegenwartsliteratur nach 1945 sind auf dem deutschen Buchmarkt kaum zu finden. Dabei sind die Jahrzehnte nach 1945 in der Geschichte der tschechischen Literatur besonders produktiv. Autoren wie Václav Havel, Milan Kundera, Bohumil Hrabal, Josef Škvorecký, Ivan Klíma, Pavel Kohout, Arnošt Lustig, Jiří Gruša oder Autoren der jüngeren Generation wie Jáchym Topol und Michal Viewegh wurden und werden im deutschsprachigen Raum intensiv rezipiert und diskutiert.

Jiří Holý schließt diese Lücke mit seinem Band Tschechische Literatur 1945–2000, dem deutschsprachigen Gegenstück zu seinem erfolgreichen englischen Titel Writers under Siege. Holý präsentiert einen historischen Überblick über die wichtigsten literarischen Tendenzen nach 1945 und zeichnet umfassende Porträts der bedeutendsten tschechischen Gegenwartsautoren. Dabei wird ebenso auf Übersetzungen ins Deutsche eingegangen als auch auf deutschsprachige Studien zu den jeweiligen Werken und auf Kontakte der Autoren mit deutschen, österreichischen sowie schweizerischen Künstlern. Tschechische Literatur 1945–2000 ist somit eine unverzichtbare Informationsquelle nicht nur für Lehrende und Studierende der Bohemistik und Slavistik, sondern für alle literarisch interessierten Leserinnen und Leser.

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Tschechische Krimis

Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Dieses Buch ist eine Sammlung der ausgewählten Kriminalgeschichten aus den Jahren 1922 bis 1975, die sich in Prag ereigneten.

Sowohl die Geschichten als auch dort erwähnte Personen sind real, nur sind die Geschichten literarisch bearbeitet. Die benutzten Quellen sind am Ende des Buches angegeben.

Diesem Buch folgt ein weiteres Buch mit dem Titel „Tschechische Unterwelt“, das ebenfalls reale Kriminalgeschichten erzählt. Diese ereigneten sich aber auf dem Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei, beziehungsweise auf dem Gebiet Tschechiens und Mährens. Beide Bücher kann man unabhängig voneinander lesen.

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Stanislav Komárek: Kaplans Traum

Prag zu Beginn der achtziger Jahre: Der junge Wissenschaftler Viktor Kaplan kann dem Ruf des Orients nicht länger widerstehen. Er träumt davon, seine Studien über die osmanische Elitetruppe der Janitscharen zu vertiefen – und setzt sich nach Österreich ab, erste Etappe auf dem Weg in die Türkei. Als er eine Ausstellung über die gescheiterte Türkenbelagerung Wiens 1683 vorbereitet, lernt Kaplan den zwielichtigen Geschäftsmann Karakaş kennen, der ihm ein Stipendium für einen Forschungsaufenthalt am Bosporus verschafft. Bald deutet alles darauf hin, dass er in die Fänge eines Geheimordens geraten ist, der das spirituelle Erbe der Janitscharen angetreten und seine Zentrale ausgerechnet im Herzen der westlichen Zivilisation errichtet hat ...

Von Prag über Wien und Istanbul nach New York führt dieses hintergründige Abenteuer. Ein Bildungs- und Pikaroroman, der die Wandlung des naiven jungen Idealisten zum wissenden Helden erzählt, aber auch ein Spannungsroman, der einer mystischen Weltverschwörung nachspürt – packend, raffiniert und von großer sprachlicher Schönheit.

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Květa Legátová: Der Mann aus Želary

»Liebe ist das am geringsten geachtete Wort im menschlichen Vokabular.«

Protektorat Böhmen und Mähren 1942/43. Eine junge Ärztin an einem Krankenhaus in Brünn gerät durch ihre Kurierdienste für eine Widerstandsgruppe in Lebensgefahr und muß sich von einer Stunde zur nächsten eine neue Identität zulegen. Sie flieht in ein abgelegenes Bergdorf und heiratet - aber nicht den Mann ihrer Träume ...

Květa Legátová ist das Pseudonym einer in Brno lebenden Autorin (geboren 1919), die als politisch unzuverlässig galt und deshalb nach dem Studium der tschechischen und deutschen Sprache, der Physik und Mathematik als Lehrerin von einer Dorfschule zur anderen versetzt wurde. 2002 erhielt sie den tschechischen Staatspreis für Literatur.

2003 wurde die Novelle von Ondřej Trojan unter dem Titel ›Želary‹ verfilmt. Der Film wurde 2004 für den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film nominiert. Die Hauptdarstellerin Anna Geislerová erhielt 2004 den Undine Award als beste Jungdarstellerin aus den neuen EU-Ländern.

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Zuhause ist überall: Erinnerungen von Barbara Coudenhove-Kalergi

Ein Taschenmesser und eine Wolldecke sind das Einzige, was der 13-jährigen Barbara 1945 bleibt, als sie mit ihrer Familie, die zu den Prager Deutschen gehört, aus der Tschechoslowakei vertrieben wird.

In ihren bewegenden Lebenserinnerungen erzählt die Angehörige der böhmischen Aristokratie von der opulenten und skurrilen Welt ihrer Kindheit und von einem Neuanfang im Österreich der Nachkriegsjahre.

Von ihrer Arbeit als bedeutender politischer Berichterstatterin während des Kalten Krieges an Schauplätzen wie Prag, Danzig, Budapest und Ostberlin. Und von ihrer Ehe mit dem jüdischen Kommunisten Franz Marek, der zum Vertrauten Rudi Dutschkes wurde.

Barbara Coudenhove-Kalergis kluges und warmherziges Buch versammelt noch einmal die mitteleuropäische Welt von gestern – für heute.

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Bernhard Setzwein: Der böhmische Samurai

Im Schicksal der Familie Coudenhove-Kalergi begegnen einander kosmoplitisches Denken und provinzieller Nationalismus, fernöstliche und mitteleuropäische Kultur, trifft die glamouröse Ära der Jahrhundertwende-Aristokratie auf die neuen Zeiten von Technik und Fortschritt.

Mit hinreißender Fabulierlust und leichter Hand erzählt Bernhard Setzwein die Geschichte dieser ungewöhnlichen Familie an der Schwelle vom alten zum neuen Europa - kenntnisreich, lebendig und höchst unterhaltsam.

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Winter in Prag: Erinnerungen an meine Kindheit im Krieg von Madeleine K. Albright

Madeleine Albright ist nach wie vor eine der angesehensten Politikerinnen unserer Zeit. In ihrem neuen, sehr persönlichen Buch wendet sie sich einem bislang wenig bekannten Kapitel ihres Lebens zu: ihrer Kindheit im Krieg.

In »Winter in Prag« setzt sich Albright, die erst im Jahr 1996 erfuhr, dass ihre Großeltern in Auschwitz ermordet wurden, erstmals intensiv mit ihrer jüdisch-tschechischen Herkunft sowie dem Schicksal ihrer Familie auseinander.

Geboren als Tochter eines tschechischen Diplomaten, als Mitglied einer jüdischen Familie, die mehr als ein Dutzend Mitglieder im Holocaust verlor, wurde das Leben Madeleine Albrights schon früh von der Weltpolitik durcheinandergewirbelt. Das Münchener Abkommen des Jahres 1938 vertrieb die Familie aus ihrer Heimat, in England überstand sie den Zweiten Weltkrieg, nur um bei der Rückkehr in die Tschechoslowakei nach dem kommunistischen Staatsstreich und dem Beginn des Kalten Kriegs erneut fliehen zu müssen.

Was bedeuteten diese weltpolitischen Ereignisse für Madeleine Albright und ihre Familie, mit welchen Ängsten und Hoffnungen erlebte sie als kleines Mädchen Madlenka diese Zeit? In ihrem neuen Buch erzählt Madeleine Albright große Geschichte und verwebt sie mit kleinen, sehr persönlichen Geschichten. So führt Albright eindrucksvoll vor Augen, wie sie wurde, wer sie ist.

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Umberto Eco: Der Friedhof in Prag

Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre – und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes »Dokument« für die »jüdische Weltverschwörung «, das fatale Folgen haben wird.

Umberto Eco erzählt eine Geschichte des 19. Jahrhunderts – eine Geschichte, die tief in die Vergangenheit eindringt und doch immer auch von unserer Gegenwart erzählt.

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Na Pivo mit Bohumil Hrabal und Jaroslav Hašek

Beppo Beyerl besuchte auf seiner Bierreise durch Böhmen und Mähren alle möglichen Stätten des Bierkonsums, also Wirtshäuser, Bahnhöfe und Hauptplätze.

Das Bier und sein Verzehr ist ein zentrales Element im mährisch-böhmischen Alltag. Das beweisen nicht nur das Leben und die Texte von Bohumil Hrabal und Jaroslav Hašek, sondern zahlreiche lebende Bewohner unseres nördlichen Nachbarlandes, ob sie nun pan Pospišil oder pan Havranek heißen.

Der Autor orientierte sich geografisch hauptsächlich am cervisiologischen Dreieck Brünn – Budweis – Pilsen, unternahm aber auch Stichtouren nach Schlesien und an die Elbe. Zwischendurch las er aufmerksam die Texte von Hrabal und von Hašek, und wenn ihm nichts mehr dazwischenkam, trank er in Brünn das grüne Bier oder in Budweis das Indian Pale Ale.

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Martin Sichinger: Meyrs Glas - Der versteckte Schatz

Dieser spannende Roman handelt von den letzten deutschen Glasmachern im Böhmerwald und von wertvollen Goldrubin-Gläsern, die 1968 nach dem Ende des Prager Frühlings, von den „Spezialisten“ vor der russischen Armee versteckt wurden.

Die Spezialisten waren deutsche Glasmacher im Böhmerwald, die nach dem Zweiten Weltkrieg nicht vertrieben wurden, weil sie für die Glashütten unentbehrlich waren. Martin Sichingers Roman „Meyr´s Glas“ erinnert an die bis heute fast vergessene Geschichte dieser Familien in Winterberg und Eleonorenhain, er erzählt aber auch offen und ohne Vorurteile von den letzten Deutschen dort und von einer spannenden Spurensuche, der Suche nach der eigenen Identität.

Martin Sichinger, ein gebürtiger Winterberger, ist einer von jenen jüngeren Autoren in Tschechien, die auch vor so unbequemen Themen wie der Vertreibung nicht zurückscheuen. Nicht nur seinen Landsleuten, auch uns Deutschen hält Sichinger einen Spiegel vor und es ist hochinteressant und oft auch sehr amüsant zu lesen, wie unsere Nachbarn uns einschätzen.

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Prager Legenden | Pražské legendy

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Na shledanou Auf Wiedersehen